Taufe

Die Taufe beinhaltet vier Bestandteile:

Den Segen

Die Zusage der Vergebung der Sünden

Das eigene Bekenntnis (Konfirmation) des Glaubens

Die Aufnahme in eine christliche Kirche

Der Segen ist. wie unter dem Link erklärt, schon vorhanden, und wird bei der Taufe in Erinnerung gerufen. Der Täufling, oder bei der Kindertaufe, Eltern und Kind, müssen nichts dazu tun. Daher ist der Segen und ein Segensgottesdienst unabhängig von der Kirchenzugehörigkeit.

Die Zusage der Vergebung der Sünde, wenn sie bereut und der Geschädigte entschädigt wird, gilt in erster Linie für Erwachsene, die uneingeschränkt für ihr Leben verantwortlich sein können und es sind. Schuld und Vergebung gibt es in allen Religionen, doch in der Definition, was Schuld und Sünde ist und wie Reue und Wiedergutmachung aussehen sollten, unterscheiden sich die Religionen und jeweils innerhalb jeder Religion die Konfessionen erheblich.

Für mich ist das eigene Bekenntnis des individuelle Glaubens unverzichtbar, auch wenn die meisten Gläubigen der Religionen genau hierauf verzichten und ein gemeinsames Bekenntnis aller Gläubigen vorziehen. Dieses eigene Bekenntnis gilt in der Regel nicht unverändert für das ganze Leben. Sondern zu bekennen und für die eigene Meinung und den eigenen Glauben (sowie die eigenen Zweifel) einzustehen, ist eine lebenslange Übung / ein Reichtum der Wandlungsmöglichkeit im Leben. Daher übe ich mit den Konfirmanden, sowohl den jugendlichen wie auch den Erwachsenen das Bekennen.

Judentum, Christentum und Islam sind Religionen, die ohne, auch formelle, Gemeinschaft nicht gelebt werden können. Von den Weltreligionen kennt nur der Buddhismus den ausschließlich individuellen Glauben und die Begegnung Gottes in sich selbst und in der Natur, aber auch er bietet Gemeinschaften an. Daher ist die Taufe ohne Kirchenmitgliedschaft nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Der Segen dagegen schon – und Freigläubigkeit ist nicht "schlechter" als Christentum.

J. Schröder